"Das Reale / Die Diskurse / Die Kunst"

Im Rahmen des Projektes "Das Reale / Die Diskurse / Die Kunst" spricht Prof. Dr. Jürgen Link (Literaturwissenschaftler. Diskurs- und Normalismustheoretiker von der Universität Dortmund) am 1 März 2002 über 'Normalismus und Dissidenz'  [...]
Werner Ruzicka wird am 12. April 2002 zu Gast sein. Der Arbeitstitel seines Vortrags (mit Filmbeispielen) ist 
'Duisburger Dramaturgien – Duisburger Diskurse'. Es wird darum gehen, verschiedene filmische Verfahren wie auch Themen des Dokumentarfilms vorzustellen: die Variabilität von beidem – auch im Blick auf Experimentelles, das heißt nicht zuletzt, dem Kunstfilm zuzuordnende Formen. 25 Jahre Dokumentarfilmgeschichte, ihre Reflektion, das Sprechen und Schreiben darüber, darum wird es in der langen Nacht am 12. April also gehen. 
Der Berliner Filmer Harun Farocki wird dann am 7. Juni 2002 im Atelierhaus sein und über seine Arbeit sprechen. Wie keinem anderen gelingt es ihm immer wieder, für ein Thema sich gleichsam einen Verbund von Artikulationsmedien (Zeitung, Zeitschrift, Buch, Radio- und Fernseh- feature) zu schaffen, um auf diese Weise eine Basisfinanzierung für seinen Film zu erhalten. Zu internationaler Bekanntheit gelangte Farocki nicht zuletzt durch zahlreiche Retrospektiven (u.a. Berlin, Graz, Locarno, Paris) und durch eine Präsentation seiner Filme in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut (u.a. in Dänemark, England, Indien, Israel, Japan, Kanada,Portugal, Singapur, Spanien und Sri Lanka). Auch auf dem Terrain der Kunst erfährt er zunehmend Beachtung (dokumenta X, Retrospektive Westfälischer Kunstverein, Lehrtätigkeit an der Hochschule der Künste Berlin). Seit 1993 lehrt Farocki als visiting professor an der University of California, Berkeley. Mit zwei Sonderveranstaltungen, an denen Filme von Harun Farocki gezeigt werden, besteht für das Publikum der Veranstaltungsreihe PPP im Atelierhaus – Alte Schule –, die Möglichkeit, ein umfangreiches Oeuvre kennenzulernen (das Spielfime, essaystische Filmexperimente, Filmgeschichtliches und Dokumentationen umfaßt).

Der Veranstaltungsblock: Das Reale/ Die Diskurse/ Die Kunst 
ist auch im Hinblick auf das Thema Imagination und Kunst des letzten Jahres [2001] zu sehen. War es da die Imagination, die zum Bezugspunkt der Wahrnehmung und Reflektion wurde ( wobei die Frage nach dem Realen, wie auch dem Normalen sich auch immer wieder stellte), so findet jetzt ein Wechsel der Perspektive statt, und das Reale (die Verhältnisse, in denen wir leben) in seinem Bezug zum Normalen, die Normalität (als etwas Konstruiertes) wird anvisiert.
 
 

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